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Kirchenlehrerin Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen
Heilige, Visionärin, Mystikerin, Benediktinerin, Ärztin, Naturforscherin, Künstlerin, Prophetin und Kirchenlehrerin

Hildegard von Bingen gilt als eine der großen Frauengestalten des deutschen Mittelalters sowie als Universalgelehrte und frühe Vertreterin der deutschen Mystik des Mittelalters. Ihr umfangreiches Werk, das Hildegard der Nachwelt hinterlassen hat, galt der Beschäftigung mit Themen wie:

  • Mystik,
  • Medizin,
  • Kosmologie,
  • Musik,
  • Religion und
  • Ethik.

Zudem stand sie mit den einflussreichsten Personen ihrer Zeit in Kontakt, so beispielsweise mit Papst Alexander III. oder Kaiser Friedrich Barbarossa. Die mutige Frau scheute sich auch nicht, die Großen der Welt in rechter Weise zu ermahnen. Hildegard hat einen umfangreichen Briefwechsel hinterlassen, unter anderem zu eben jenen wichtigen Persönlichkeiten ihrer Zeit, in dem sie sich zum Teil prophetisch mit ihnen auseinandersetzt. Schließlich gründete sie die beiden Klöster Rupertsberg und Eibingen.

Hildegard von Bingen heute

Am 10. Mai 2012 hat Papst Benedikt XVI. die Benediktinerin Hildegard von Bingen zur Heiligen der Universalkirche erhoben, nachdem sie schon vorher in den deutschsprachigen Bistümern sowie im Benediktinerorden als solche verehrt wurde. Ihre Reliquien werden in Eibingen aufbewahrt.
Der emeritierte Papst Benedikt XVI. verehrt die heilige Hildegard bereits seit seiner Jugend. Das hat auch in seiner Grußrede über sie im Jahr 1994 deutlich zum Ausdruck gebracht:
„... Heute steht Hildegard in Ihrer ganzen kühnen Universalität vor uns... Wir fühlen uns angesprochen durch ihre liebevolle Zuwendung zu den heilenden Kräften der Schöpfung, wie durch ihre vielseitige künstlerische Begabung, vor allem aber durch ihre eindringliche Glaubensverkündigung; sie ist uns daher nahe als Frau, die Christus in seiner Kirche liebte, aber nichts von Weltfremdheit oder Ängstlichkeit zeigt, sondern gerade von ihrer Berührung mit den Geheimnis Gottes her ihrer Zeit das rechte Wort furchtlos und frei zu sagen vermochte. In der Krise des Menschenbildes, die wir durchschreiten, hat Hildegard Wesentliches zu sagen.“ Weiter lobt er sie mit folgenden Worten: „Hildegard hat aus ihrer Sicht der Schöpfung von Gott her auch die Gaben der Schöpfung zu deuten gewusst, in der Schöpfung eine Apotheke Gottes gefunden und so eine Medizin entwickelt, die heute neues Interesse findet. Sie hat Musik geschaffen, die heute wieder rekonstruiert wird und sie ist poetisch gewesen, vor allen Dingen auch eine große Frau, die sowohl zu den einfachen Menschen von Gott zu sprechen vermochte, wie sie den Mächtigen gegenüber furchtlos das Wesentliche verkündet und sie auf den richtigen Weg gerufen hat. Wir sind dankbar, dass Gott der Kirche solche große Frauen geschenkt hat und vertrauen darauf, dass er auch in unserer Zeit solche Frauen der Kirche wieder neu schenkt.“
Ihre offizielle Anerkennung als Heilige der Weltkirche ist »einzigartig«, so erklärte es Kardinal Abgelo Amato, der Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen, im Gespräch mit Radio Vatikan. Denn auf der einen Seite „wurde das Heiligsprechungsverfahren für die 1179 verstorbenen Benediktinerin verschleppt, weil sich gerade in diesem historischen Moment die Zuständigkeiten änderten; sie gingen vom Bischof auf den Papst über“. Auf der anderen Seite „stand die Heiligkeit Hildegards von Anfang an und bis heute nie in Frage, betont Kardinal Amato“. Am 7. Oktober 2012, zu Beginn der Bischofssynode für die Neuevangelisierung, hat Papst Benedikt XVI. Hildegard von Bingen feierlich in die Schar der Kirchenlehrer / Kirchenlehrerinnen aufgenommen.





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